Vereinsgeschichte

Der Verein hat seinen Ursprung und Beginn in der „Interessengemeinschaft Neu-Esting“, welche im Jahre 1909  gegründet wurde. Gründer war der Gast- und Landwirt Johann Hofner, welcher bereits Jahre zuvor eine lose Zusammenarbeit mit den wenigen ansässigen Bürgern von Neu-Esting zum Wohle der Siedlung in der Gemeischaftsarbeit leitete. Mit der Gründung hatte sich sein Wunsch erfüllt, nämlich eine fest gefügte Gemeinschaft für die anstehenden Probleme und Arbeiten in der Siedlung zu haben. Später wurde der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Fürstenfeldbruck eingetragen.

Die Vereinstätigkeit war auf die Interessen der Einwohner von Neu-Esting abgestellt und bezog sich auf Stege- und Wegebau über die Amper nach Olching. Zwischen Neu-Esting und Olching gab es keinerlei Verkehrsverbindungen. Olching konnte nur über die Estinger Steinbrücke erreicht werden. Es wurde die vor der Vereinsgründung schon begonnenen Arbeiten im Stege- und Wegebau fortgeführt. Die Amper hatte eine Furt an der Stelle der jetztigen Amperbrücke und eine Furt oberhalb der Eisenbahnbrücke, die so genannte Fünf-Löcher-Brücke. Die beiden Furten waren nur zu durchfahren, wenn der Wasserpegel niedrig war. Für Fußgänger waren lediglich schwankende Behelfsstege über die Amper vorhanden. Zum einen über die jetztige Amperbrücke, dann über den Altwasserarm im Birkenweg und unter der Eisenbahnbrücke für den Kanal. Bei den „Fünf-Löchern“ war oberhalb der Eisenbahnbrücke an den Fundamenten ebenfalls ein Steg mit Behelfsgeländer angehängt. Alle Stege waren nur unter Lebensgefahr auf eigenes Risiko passierbar. Der Weg selbst war nur  ein Waldpfad in dem damals bestehenden Hochwald, welcher früher zum Estinger Schloß gehörte und den Namen Estinger Schlosswald hatte. Zum Wiederaufbau unterhalb der jetzigen Amperbrücke wurde das Holz, mit Wissen des damaligen Olchinger Bürgermeisters Tauschek, aus dem Schlosswald entnommen, in Graßlfing gesägt um dann die Stege in einer stabilen Form zu erbauen. Das alles in Gemeinschaftsarbeit durch den Verein und mit Hilfe von Spenden.

Gründungsvorstand Hofner führte den Verein bis 1935, bis der Verein unter der Leitung von Artur Westeppe in die „Siedlungsgemeinschaft Neu-Esting“ überging. Der
Verein widmete sich außer dem Erhalt der Stege und Wege nunmehr dem kulturellen Leben. Es wurde eine Theatergruppe gebildet, das so genannte „Brettl“. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. So wurden Sommerfeste und Weihnachtsfeiern veranstaltet.

1938 wurde die Vereinsführung auf den neugewählten Vorstand Fritz Endreß übertragen. Der Verein erhielt nun den Namen „Obst- und Gartenbauverein Siedlungsgemeinschaft Neu-Esting“. Die Vereinsarbeit verlagerte sich mehr auf den Obst- und Gemüseanbau bis zum Kriegsende 1945. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Verein kurfristig aufgelöst, da die Besatzungsmacht in dem Wort Siedlungsgemeinschaft eine politische Vereinigung sah. Jedoch konnte unter Fritz Endreß alsbald mit der Besatzungmacht ein Einverständnis zur Neugründung erreicht werden. Der Verein führte nun die Bezeichnung „Obst- und Gartenbauverein Neu-Esting“. Fritz Endreß führte den Verein noch bis zum Jahre  1952. Danach übernahm wieder Artur Westeppe die Geschicke des Vereins. Fritz Endreß wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

1964 war ein historisches Jahr. Auf Gemeindegrund wurde unter der Regie des damaligen Bürgermeisters Paulus, unter Mithilfe von vielen freiwilligen Bürgern, der Kinderspielplatz an der Amper errichtet. Von Verein wurden Spielgeräte gespendet und auch die Pflege wurde vom Verein übernommen.

1967 übernahm Johann Paulus den Vorsitz des Vereins. Der scheidende Vorstand Westeppe wurde von der Vereinsleitung zum Ehrenvorstand ernannt. Im Mai 1968 wurde von Johann Paulus nunmehr der Verein in „Obst- und Garenbauverein Siedlungsgemeinschaft der Garten- und Blumenfreunde Neu-Esting“ umbenannt. Johann Paulus führte den Verein dann bis 1972. Von 1972 ab übernahm Franz Lang sen. dann den Vorsitz des Vereins. Er leitete den Verein bis zum Jahre 1981. Ab diesem Zeitpunkt führte Ludwig Gruber die Geschicke des Vereins.  Ende 1988 übernahm Johannes Decker die Vereinsführung. Der Verein wurde in „Verein für Gartenbau und Landespflege Esting e.V.“ umbenannt. Im Zuge der eingeführten „Quellenbesteuerung“ wurde beim Finanzamt Fürstenfeldbruck die Gemeinnützigkeit beantragt und auch stattgegeben. Die Besteuerung des Vereinsvermögens war damit abgewendet.
1992 wurde Johanna Bösz als erste Frau zur Vorsitzenden gewählt. Sie leitete den Verein bis Jan. 2000. In der Hauptversammlung im Jan. 2000 konnte kein 1. Vorsitzender gefunden werden. Bei der im Mai 2000 stattfindenen Nachwahl wurde Sabine Voß zur 1. Vorsitzenden gewählt. Sie stand dem Verein bis zum 28. Feb. 2012 vor.
Am 28. Feb. 2012 in der Jahreshauptversammlung wurde Franz Josef Lang einstimmig zum 1.  Vorstand gewählt.

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